Über uns
Die Veranstaltungsreihe
Im zweijährigen Turnus veranstalten die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen der Universität Marburg, die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel und die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) die Veranstaltungsreihe „Bundeskongress Kulturelle Schulentwicklung“. Der Bundeskongress wird immer in Verbindung mit einem regionalen Partner durchgeführt, um die Relevanz des Themas für das jeweilige Bundesland zu betonen.
Kulturelle Schulentwicklung hat seit den 1990er-Jahren in allen Bundesländern zunehmend an Bedeutung gewonnen. Obwohl sie ein Teil der allgemeinen Schulentwicklung ist, gibt es spezifische Merkmale, die einen Fokus auf ästhetische Praktiken erfordern. Dadurch entstehen Chancen für Schulen, aber auch besondere Bedarfe, die einer genaueren Betrachtung bedürfen. Der Bundeskongress versteht sich als wiederkehrende Veranstaltungsreihe, die sich thematisch an aktuellen Entwicklungen orientiert.
Der erste Kongress wurde 2016 an der Bundesakademie Wolfenbüttel durchgeführt und setzte den Startpunkt für einen länderübergreifenden Austausch zum Thema Kulturelle Schulentwicklung. Ein zentraler Gedanke dabei war, kulturelle Schulentwicklung nicht nur fachspezifisch (z. B. Kunst, Musik, Theater) zu betrachten, sondern sie als Grundbestandteil von Bildung aufzufassen. Zudem sollte Kulturelle Bildung interprofessionell und interinstitutionell angegangen werden.
Ein Rückblick zu allen vier bisher stattgefundenen Kongressen ist in Arbeit und wird bald hier auf der Website veröffentlicht.
Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen – Philipps-Universität Marburg
Die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen (Arbeitsstelle KuBiS) ist eine Einrichtung am Fachbereich 21 – Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg. Im Rahmen ihrer drei Schwerpunkte „Lehre und Weiterbildung“, „Forschung und Entwicklung“ und „Beratung und Vernetzung“ unterstützt sie die Akteur:innen im Feld. So professionalisiert der „Weiterbildungsmaster KuBiS“ Lehrer*innen, Künstler*innen und Vermittler*innen gemeinsam für die Herausforderungen in der Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischem Feld. Im Rahmen von Schulbegleitforschung, wie z. B. in der Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium werden Organisationsentwicklungsprozesse in Schule und Kulturinstitution betrachtet und Erkenntnisse als Transferwissen dem Feld zur Verfügung gestellt. Mit der Netzwerkarbeit Kultur.Forscher! wird der Austausch zwischen Akteur:innen sichergestellt und Entwicklungen an Schule und Kulturinstitution beratend begleitet.
Bundesakademie für Kulturelle Bildung, Wolfenbüttel
Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel (ba) arbeitet als Ort für Kunst, Kultur und ihre Vermittler:innen in den Programmbereichen Bildende Kunst, Darstellende Künste, Kulturmanagement, -politik, -wissenschaft, Literatur, Museum und Musik. In Modellprojekten widmet sich die ba Themen wie Diversität, kulturelle Schulentwicklung oder Digitalität. Neben der Programm- und Projektarbeit berät das Team der ba Einzelpersonen und Institutionen zu Fragen Kultureller Bildung. Ehren- und hauptamtliche Vermittler:innen können sich in über 200 Veranstaltungen pro Jahr – Seminaren, Qualifizierungsreihen und Tagungen – beruflich fort- und weiterbilden. Die Teilnehmenden kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und Nachbarländern. Die Bundesakademie ist ein gemeinnütziger Verein mit fast 40 Jahren Erfahrung. Sie wird institutionell gefördert durch das Land Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur / MWK) und projektbezogen durch den Bund (Ministerium für Bildung und Forschung / BMBF und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien / BKM).
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Über 50 bundesweit agierende schulische und außerschulische Institutionen, Fachverbände und Landesdachorganisationen der Kulturellen Bildung haben sich in der BKJ zusammengeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich für vielfältige Angebote der Kulturellen Bildung in der Jugendarbeit, in Kultureinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten, für kulturelle Teilhabe und Inklusion, für freiwilliges Engagement und internationalen Austausch sowie für gelingende Bildungslandschaften ein.
Regionaler Partner 2027: Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg
Wir bringen Kultur zu allen Menschen in Brandenburg – generationsübergreifend. Als zentrale Fachstelle für Kulturelle Bildung beraten, vernetzen und unterstützen wir seit 2010 kulturelle Initiativen im ganzen Land.
Ursprünglich von über 90 Kultureinrichtungen sowie Künstler:innen durch Kulturland Brandenburg e.V. ins Leben gerufen, gehören wir seit 2023 zur Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte. Um nah an den Menschen im ganzen Land zu sein, arbeiten wir in drei Regionalbüros: Potsdam, Eberswalde und Lübbenau. Von hier aus vernetzen wir Kulturschaffende und beraten bei Projekten. Wir bieten Weiterbildungen an und organisieren Wissenstransfer. Zudem setzen wir eigene Vorhaben und Programme um.
Wir engagieren uns in vielfältigen Formaten.
Mit dem Förderprogramm „Kulturelle Bildung und Partizipation“ unterstützen wir seit 2015 brandenburgische Kulturprojekte mit derzeit jährlich 500.000 Euro. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) hat das Programm aufgelegt – wir setzen es um.
Das Programm „MAX – Artists in Residence an Brandenburger Schulen“ bringt freischaffende Künstler:innen direkt an Brandenburger Schulen. Kulturelle Bildung wird dabei fest im Schulalltag verankert.
Wir beraten, entwickeln, evaluieren.
Zusätzlich beraten wir seit 2018 zu Fördermöglichkeiten des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, das sich besonders an Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen richtet.
Bei „KulturCracks – Junge Jury Brandenburg“ begleiteten wir Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten Land Brandenburg in regionalen Gremien zusammen, um selbständig über Projekte kultureller Bildung zu entscheiden.
2024 entwickelten wir gemeinsam mit dem MWFK einen neuen Experimentalfonds: Damit wollen wir innovative Kulturformate fördern, die Menschen erreichen, die bisher keinen oder wenig Zugang zu kultureller Bildung hatten.
In den Jahren 2022/23 führten wir außerdem eine Studie durch, um besser zu verstehen, wie kulturelle Bildung gerade in ländlichen Gebieten gelingen kann.
www.gesellschaft-kultur-geschichte.de/plattform-kulturelle-bildung-brandenburg
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